Die Notwendigkeit von Bewegung ist allgemein bekannt. Notwendig heißt leider nicht dringend! Denn Altern und Kräfteverlust sind ein schleichender Prozess, aber keine unmittelbare Bedrohung. 

Deswegen kann man es so leicht aufschieben, denn das Unglück hierüber ist ein ebenso schleichender Prozess. Um dieses Verhaltensmuster aufzulösen braucht man manchmal einen Anstoß von außen aber immer einen zuverlässigen und freundschaftlichen Support

Manchmal muss man sich eingestehen, dass eine Mitgliedskarte fürs Fitnessstudio zwar monatliche Gebühren aber kein tägliches Training garantiert. Um sich zu verändern muss man auch immer ein neues Verhalten erlernen. Und manchmal lernt man nur mit professioneller Anleitung und gemeinsamen Zielen wirklich gut. Sonst hätte man es ja längst erreicht, oder? 

Regelmäßige Bewegung stärkt das Herz-Kreislauf-System, verbessert die Ausdauer und hilft, das Gewicht zu kontrollieren. Die Freisetzung von Endorphinen während des Trainings sorgt oft für ein Gefühl des Wohlbefindens. Er kann helfen, die Schlafqualität zu verbessern und Schlafstörungen zu reduzieren. Sport lehrt Disziplin und die Fähigkeit, Ziele zu setzen und zu erreichen, was auch in anderen Lebensbereichen von Vorteil sein kann. 

In Deutschland sind rund zwei Drittel (67%) der Männer und die Hälfte (53%) der Frauen übergewichtig (BMI ≥ 25 kg/m2).  Ein Viertel der Erwachsenen sind stark übergewichtig (adipös; BMI ≥30 kg/m2), das sind 23% der Männer und 24% der Frauen. Die Prävalenz von Adipositas nimmt mit dem Alter zu. Die Prävalenz von Adipositas hat in den letzten zwei Dekaden weiterhin zugenommen.

Quelle: Deutsche Adipositas-Gesellschaft e.V.

Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert den Stoffwechsel und unterstützt das Immunsystem. Durch moderate bis intensive Bewegung sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Fettleibigkeit. Zudem wirkt Bewegung entzündungshemmend, senkt Stresshormone und fördert eine gesunde Gewichtskontrolle, was sich positiv auf die allgemeine Krankheitsanfälligkeit auswirkt. Bereits kurze, regelmäßige Trainingseinheiten erhöhen langfristig die Abwehrkräfte.

Quelle: World Health Organization (WHO). Physical activity 

Körperlich aktive Menschen haben geringeres Sterberisiko. Wer im Alter sportlich aktiv ist, verbessert seine Chancen auf ein längeres Leben. Das legt eine amerikanische Langzeitstudie nahe. Das Risiko, etwa an Krebs oder einem Herzinfarkt zu sterben sinkt.

Quelle: Eleanor L. Watts, MPH, DPhil, Metabolic Epidemiology Branch, Division of Cancer Epidemiology and Genetics, National Cancer Institute, National Institutes of Health, Rockville, MD 20850  

Regelmäßige Bewegung fördert das Selbstwertgefühl. Fortschritte im Training, eine verbesserte Körperwahrnehmung und positive Veränderungen im Aussehen können das Selbstvertrauen stärken. Bewegung setzt Endorphine frei, reduziert Stress und fördert ein besseres Selbstbild durch größere Energie und bessere Haltung. Langfristig führt das Erreichen realistischer Ziele und konsequentes Training oft zu mehr Sicherheit im Auftreten und einem positiven Selbstkonzept.

Quelle: Streckmann, F., et al. (2019). Bewegung, Psyche und Selbstwertgefühl: EineÜberblicksstudie. 

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